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Der Vogelsberg, ein Gebirge? - Nur Wissenschaftler redeten ehemals von einem Gebirge Vogelsberg!

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Vogelsberger Sagenwelt
Spitze Felsen, markante Felsgruppen, oft in den Vogelsberger Wäldern versteckt, haben schon immer die Fantasie der Bevölkerung angeregt. Viele Geschichten und Erzählungen sind überliefert. So soll vor mehr als 1200 Jahren Bonifatius weit oben im Gebirge von den Felsen der „Bonifatiuskanzel“ die christlichen Lehren gepredigt haben, während der Teufel weiter unten von der „Teufelskanzel“ immer noch den alten Götterglauben verbreitete. Am Ostrand des Oberwaldes schielt der mit einer mächtigen Hakennase versehene germanische Gott Wotan vom ‘Wodestein’ aus zu den „Uhuklippen“ hinüber, an denen Urvater Noah einst mit seiner Arche gestrandet ist.

  

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Der Wodestein in der Nähe von Grebenhain-Hochwaldhausen

  

Im Schwarzatal hatte sich vor undenklichen Zeiten ein See aufgestaut. Einem Raubritter, der zum Tode verurteilt war, wurde eine Frist gelassen, innerhalb der er den talwärts gelegenen Abschluss des Sees durchstechen sollte, um das Wasser abfließen zu lassen. Hierdurch hat er angeblich sein Leben gerettet und fruchtbares Land geschaffen.

An ganz besonderen Felsgruppen treffen sich Hexen in der Walpurgisnacht, sollte diese jedoch noch zu kalt sein, wird das schändliche Tun auf die erste Pfingstnacht verschoben. „Wilde Frauen dagegen treiben ihr Unwesen in vielen Höhlen im Gebirge, die angeblich tief in das Gestein hineinführen.

Die Vogelsberger sind reich - steinreich! Unter dem Gipfel des Geiselsteins sollen in einer großen Halle Wotan, Donar und Ziu einen Schatz bewachen. Ähnliche Kostbarkeiten bieten die verwunschenen Schlüsselmägde an der Thorkuppe demjenigen an, der sie erlöst und auch die Jungfrau in der Nähe der hohen Basaltsäulen des alten Steinbruchs oberhalb von Frischborn will ihr im Berg versunkenes Schloss wieder auferstehen lassen.

  

In der Nähe von Meiches versuchte man „Silberbasalt“ zu verhütten. Leider vergebens, denn das ausgewählte Gestein war nur „Nephelin-Dolerit“. Ein Waldstück zwischen Lauterbach und Rudlos wird sogar „Goldwäldchen“ genannt. Sieht man sich die dort liegenden Steine etwas genauer an, muss man feststellen, dass es sich keineswegs um ein Edelmetall handelt. Vielmehr sind in dem herumliegenden Basaltsteinen nicht zu zählende Feldspatleistchen, Augitsäulchen, Glas und Olivine mit gelben Randzonen eingeschlossen - an sich ein eigenartiges Gestein, welches bei Sonneneinstrahlung einen sagenhaften Glanz erhält.

 

 

 

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