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Verwitterung und Erosion „Der Zahn der Zeit nagt“ an allen Gesteinen auf der Erdoberfläche. Steine werden zersetzt, ganze Gebirge werden abgetragen und als feine Partikel über Bäche und Flüsse ins Meer geschwemmt. Dort entstehende Sedimentschichten tauchen in das Innere der Erde ab, werden aufgeschmolzen und über Vulkane wieder an die Erdoberfläche transportiert. Neues Gestein entsteht aus alten Materialien.

An den Uhuklippen oberhalb Grebenhain-Hochwaldhausen
Als Verwitterung wird die Zerstörung von Gestein durch physikalische, chemische und biologische Prozesse bezeichnet, unter Erosion der Abtrag des verwitterten Gesteinsmaterials. Beide Prozesse setzten im Vogelsberg schon während der Pausen zwischen den vulkanischen Eruptionen ein. Die zersetzten bzw. zerkleinerten Gesteine wurden aber immer wieder durch Lavaströme überdeckt und sind deshalb als Zwischenschichten im vulkanischen Gefüge eingelagert.

Hoherodskopfgipfel
Als während der „Eiszeiten“ (beginnend vor etwa 2 Millionen Jahren) große Teile Europas mit Gletschern bedeckt waren, blieb der Vogelsberg „eisfrei“. Das kalte Klima wirkte sich dennoch entscheidend auf die Basalte aus, indem Wasser eindrang und Frost das Gestein auseinander sprengte. Diese „physikalische“ Verwitterung förderte die chemischen Zerfallsprozesse. Wasser und Luft hatten leichteren Zugang, konnten mit den Mineralien im Inneren reagieren und sie, besonders die Feldspäte, zersetzen. Hierdurch wiederum konnte Wasser noch tiefer in das Gefüge eindringen und Frost das Basaltgestein weiter zerstören.
Das Bild der Landschaft, wie wir es kennen, ist durch Verwitterungs- und Erosionsprozesse nach dem Ende der vulkanischen Tätigkeit im Vogelsberg entstanden. Es wird sich weiter verändern, denn diese Prozesse dauern heute noch an. - Der Vogelsberg, zurzeit noch eine relativ hohe "Vulkanruine", wird immer niedriger werden.
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