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Vogelsberger Unterbau Fast während des gesamten Erdaltertums (Kambrium bis Devon) war das Gebiet des Vogelsbergs von einem Meer überdeckt. Erst vor etwa 370 Millionen Jahren, gegen Ende des Devon, und im Karbon wurde das Meer erstmals von einem aufsteigenden in SW-NO Richtung verlaufenden Festlandstreifen verdrängt.
Dieses „Variskische Gebirge“ (Karbonalpen) wurde in der Folgezeit abgetragen, das Land senkte sich wieder (Saar-Saale-Senke) und wurde erneut vom Meer überflutet. Der Wechsel zwischen Festland und Meer geschah bis zur Mitte des Tertiärs vor 35 Millionen Jahren noch mehrmals. Von dieser Zeit an ist das Gebiet des Vogelsbergs Festland.

Sandsteinbruch nördlich Wartenberg-Angersbach
Gesteine, die während dieser langen Zeitspanne entstanden sind, bilden heute den Unterbau des zentralen Vogelsbergs. Alleine für den Buntsandstein nimmt man eine Mächtigkeit von 500 Metern und mehr an, in zusammen gleicher Größenordnung dürften darunter noch Muschelkalk, Keuper, Jura und andere liegen. Sichtbar sind diese Gesteine nur an den Rändern des heutigen Gebirges.
Infolge der oben angedeuteten tektonischen Vorgänge sind die Gesteine jedoch nicht mehr in regelmäßigen Schichten aufgebaut, vielmehr liegen sie als Bruchstücke relativ ungeordnet mit unterschiedlichem Niveau nebeneinander, teilweise auch entgegen ihrer Entstehungszeit über- und untereinander.
Die Erschütterungen durch die Kollision der afrikanischen mit der eurasischen Kontinentalplatte in Verbindung mit der endgültigen Auffaltung der Alpen dürften die bereits bestehenden Risse zwischen den Schollen noch erweitert haben. Auch werden Veränderungen im „Rheinischen“ Großgrabensystem, das in Afrika beginnt, sich über Spanien, das Rhonetal und im Rheintal fortsetzt und unter dem Vogelsberg hindurch bis nach Oslo führt, nicht ohne Einfluss gewesen sein. Jedenfalls begannen im Laufe des Tertiärs, in einem Bogen von Schlesien bis zur Eifel, zu unterschiedlichen Zeiten Vulkane aktiv zu werden.
An den Schwachstellen (unter dem heutigen Vogelsberg) setzte die Förderung basaltischer Schmelzen vor etwa 18,2 Millionen Jahren ein. Bei 15 Millionen Jahren folgte eine längere Pause. Letzte Eruptionen fanden vor etwa 13,4 Millionen Jahren statt.
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